Unsere guten Vorsätze

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Unsere guten Vorsätze

Liebe Leserin, lieber Leser,

hatten Sie auch zum Jahreswechsel gute Vorsätze für das Jahr 2026 ins Auge gefasst? Mehr Sport machen, ins Fitnesscenter gehen, abnehmen, weniger Zeit mit dem Handy vertun, mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, usw.?

Hand aufs Herz, jetzt, nachdem der Februar schon fast vorbei ist, wo stehen Sie aktuell? Bekannt ist, dass die meisten ihre guten Vorsätze schon nach wenigen Tagen fallenlassen, diese waren dann doch nicht ganz so wichtig, oder? Kürzlich habe ich gelernt, dass es dafür sogar ein Fachwort gibt: Es ist der sogen. „Quitters Day“, der zweite Freitag im Januar. Genau der Tag, an dem die allermeisten ihre guten Vorsätze aufgeben. Das ist nicht neu, nicht verwerflich und somit rein menschlich. Schon J. W. von Goethe wusste: „Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung ist schwer“.

Sie werden nun fragen: Lieber Autor dieser Zeilen, wie sieht es denn bei Ihnen aus? Haben Sie auch Neujahrsvorsätze und haben Sie auch Schwierigkeiten, an guten Vorsätzen festzuhalten oder ist es vielleicht sogar so, dass Sie gar keine haben?

Selbstverständlich gab es auch viele Jahreswechsel in meinem Leben, an denen ich Vorsätze gefasst habe und mit deren Umsetzung ich nach bekanntem Muster glorreich gescheitert bin. Klassenziel nicht erreicht!

Auch in der Bibel läuft nicht immer alles so perfekt. Petrus verspricht Jesus, ihn nicht zu verleugnen (Markus 14, 29) und trotzdem verleugnet er ihn nur kurze Zeit später: „ehe der Hahn zweimal kräht“ (Markus 14, 68-72). Ein Versagen, über das Petrus nicht hinwegkommt. Doch nach der Auferstehung vergibt Jesus Petrus (Johannes 21, 15-19) in Liebe und Vertrauen. Es ist also eher unser schlechtes Gewissen, welches uns plagt, als dass Gott uns richten wollte.

Deshalb habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, dass ich, wenn neue Aufgaben oder Herausforderungen auf mich zukommen, diese nach Möglichkeit annehme, auch wenn ich diese ablehnen könnte. Ein neuer Lehrauftrag, ein neues Projekt, ein zusätzliches (kleines) Ehrenamt? Diese Dinge werden „unterjährig“ an mich herangetragen, haben also mit dem Jahreswechsel nichts zu tun. Und eines ist klar: Absagen ist einfach, doch derjenige, der fragt, fragt kein zweites Mal! Und am Jahreswechsel gilt lediglich: Dran bleiben, einfach weitermachen, lernen und neugierig bleiben. Neue Bekanntschaften machen und Veränderungen mitgestalten. Und schauen was danach kommt. Das Leben ist voller Überraschungen!

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Dr. Andreas Bischoff

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